krebsliga_aargaukrebsliga_baselkrebsliga_bernkrebsliga_bern_dekrebsliga_bern_frkrebsliga_freiburgkrebsliga_freiburg_dekrebsliga_freiburg_frkrebsliga_genfkrebsliga_glaruskrebsliga_graubuendenkrebsliga_jurakrebsliga_liechtensteinkrebsliga_neuenburgkrebsliga_ostschweizkrebsliga_schaffhausenkrebsliga_schweiz_dekrebsliga_schweiz_fr_einzeiligkrebsliga_schweiz_frkrebsliga_schweiz_itkrebsliga_solothurnkrebsliga_stgallen_appenzellkrebsliga_tessinkrebsliga_thurgaukrebsliga_waadtkrebsliga_wallis_dekrebsliga_wallis_frkrebsliga_zentralschweizkrebsliga_zuerichkrebsliga_zug
Krebsliga FreiburgBeratung und UnterstützungKrebs und ArbeitBeratung und Unterstützung

Krebs und Arbeit

Rückkehr zur Arbeit: eine wichtige Etappe nach dem Krebs

Dank früher Erkennung und Fortschritten in den Behandlungen kann die Mehrzahl der an Krebs erkrankten Personen während der Krankheit arbeitstätig bleiben oder die berufliche Tätigkeit nach einer Unterbrechungszeit wieder aufnehmen. Für viele von ihnen kommt der Rückkehr zur Arbeit eine besondere Bedeutung zu: sie bedeutet eine Rückkehr ins „normale“ Leben und in manchen Fällen das Ende einer Phase der sozialen Isolation.
Die Rückkehr zur Arbeit ist jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Ende der Krankheit. Die betroffenen Personen haben noch immer mit physischen und psychologischen Auswirkungen des Krebses und dessen Behandlungen, wie Ess-, Schlaf-, Gedächtnis-, Konzentrationsstörungen, Angst, vermindertem Selbstwertgefühl, usw., zu kämpfen. Zu diesen Folgeerscheinungen kommt oft eine grosse Müdigkeit, die noch lange nach Beendigung der Behandlungen fortbestehen kann. Nach der Krebserkrankung müssen die betroffenen Personen zudem lernen, mit dem Rückfallrisiko und den Unvorhersehbarkeiten dieser Krankheit zu leben.

Diese Einschränkungen machen es gegebenenfalls schwierig, die berufliche Tätigkeit so wie zuvor wieder aufzunehmen und können in der Anfangsphase eine Anpassung der Arbeitsumgebung, der Aufgaben oder der Arbeitszeiten erforderlich machen.

Arbeitgeber sind oft hilflos

Die Arbeitgeber sind bei der Rückkehr einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters nach einer Krebserkrankung oft hilflos: 

  • Wie soll man sich verhalten? 
  • Wie ist mit dem Gesundheitszustand umzugehen? 
  • Kann die Person die gleichen Arbeiten ausführen, wie vor der Erkrankung? 

Auch wenn ein grosser Teil der Arbeitgeber eine Rückkehr zur Arbeit nach einer Krebserkrankung ermöglicht, so ist das nicht immer der Fall: das Risiko arbeitslos zu werden, ist bei an Krebs erkrankten Personen 37% höher1.
  

Partnerschaft zwischen der IV-Stelle und der Krebsliga Freiburg

Seit 2012 wird im Kanton Freiburg ein innovatives Modell zur Begleitung an Krebs erkrankter Personen bei der Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit angeboten. In diesem Rahmen bietet die Krebsliga Freiburg auf Mandat der IV-Stelle eine individuelle Begleitung am Arbeitsplatz im Rahmen von Frühinterventionsmassnahmen an. Seit Beginn dieser Partnerschaft konnten 24 Personen diese Leistung in Anspruch nehmen.
Im Rahmen dieser Massnahmen erarbeiten der Arbeitgeber, die oder der betroffene Mitarbeiterin oder Mitarbeiter, die Eingliederungsfachperson der IV-Stelle und eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter der Liga gemeinsam einen Plan für die Rückkehr ins Arbeitsleben unter Berücksichtigung der durch die Krankheit verursachten physischen und psychologischen Einschränkungen. Die Lösungen werden von Fall zu Fall festgelegt, und so dass möglichst günstige Bedingungen für eine stressfreie Rückkehr geschaffen werden (Anpassung des Arbeitsplatzes, Änderung des Lastenheftes, Senkung des Arbeitspensums, usw.).

Mit anderen Worten «Wir erlauben es der Person, krank zu sein, dem Rhythmus zu folgen, den der Körper vorgibt und die Arbeit schrittweise wiederaufzunehmen.»  

1 Krebsliga Schweiz

Weitere Themen